Nr. 174 – Theaterschaffen in Afrika

Das Afrika Bulletin widmet eine Ausgabe dem Theater und dies zum ersten Mal ! Für mich, die länger in Afrika lebte und dieser Kunst vielfach auch im ländlichen Raum begegnete, ist dies ziemlich erstaunlich. Zumindest in Westafrika ist Theater neben den traditionellen Ritual- und Maskenpräsentationen bei Weitem die populärste Kunst.

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Rundbrief Nr. 73, April 2019

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Editorial

Liebe ehemalige Mitglieder
Sie wundern sich vielleicht, warum Sie nochmals einen Rundbrief in den Händen halten, obwohl der Verein mit der Jahresversammlung vom 12. Januar 2019 aufgelöst wurde. Der Grund liegt darin, dass der Vorstand das Referat von Barbara Müller so interessant fand, dass er es allen Mitgliedern zugänglich machen wollte. Das Re-ferat beleuchtet den Charakter des zimbabwischen Staates unter dem Aspekt des Raubtierstaates. Auch macht es die bis jetzt unbekannten Beziehungen zwischen den in der Schweiz ansässigen Firmen Glencore und Trafigura und Zimbabwe öffentlich. Die Ausführun-gen sind hochinteressant, stehen doch beide Firmen seit einiger Zeit in der Kritik wegen nicht menschenrechtskonformem Handeln. Nicht vorenthalten wollen wir Ihnen auch den ebenfalls an der Jahresversamm-lung gehaltenen Rückblick auf 31 Jahre Vereinigung Schweiz-Zimbabwe. Und zum Schluss bringen wir noch einen optimistisch stimmenden Artikel von unserem langjährigen Autor Eddie Cross, dem Analysten von MDC-T. Der Artikel ist einerseits eine Liebeserklärung an Zimbabwe. Und andererseits zeigt der Artikel auf, dass sich entgegen landläufiger Einschätzung hinter den Kulissen der Regierung betreffend Militär und Wirtschaft einiges mehr getan hat, als bis jetzt bekannt war.
An der Jahresversammlung wurde statutengemäss beschlossen, das nach Abschluss der Rechnung per En-de April 2019 verbliebene Vereinsvermögen je zur Hälf-te auf die beiden Organisationen Afrika-Komitee und fepa zu übertragen. Mit beiden Organisationen hat die Vereinigung Schweiz-Zimbabwe seit Beginn zusammengearbeitet. In beiden Organisationen waren und sind diverse (ehemalige) Vorstandsmitglieder aktiv und beide Organisationen arbeiten immer wieder schwerpunktmässig zu Zimbabwe.
Die Jahresrechnung 2018 wies per Ende Dezember ein Vermögen von CHF 6’125.23 aus. Von Januar bis Ende April 2019 resultierte bei Einnahmen von CHF 830.- und Ausgaben von CHF 1’785.23 (vor allem Kosten der Jahresversammlung) ein Verlust von CHF 955.23. Das zu verteilende Vereinsvermögen beträgt per Ende April noch CHF 5’170.-.
Die Vereinigung Schweiz-Zimbabwe kann damit dem Afrika-Komitee und fepa einen Betrag von je CHF 2’585.- überweisen.

Die Organisationen Afrika-Komitee, fepa und KEESA befassen sich schwerpunktmässig immer wieder mit Zimbabwe. Sie informieren über Zimbabwe, unternehmen Vorstösse bei den Regierungen der Schweiz und Zimbabwes und organisieren Veranstaltungen zu Zimbabwe, oft auch mit Gästen aus Zimbabwe. Mit einer Mitgliedschaft in einem dieser Vereine bleiben Sie weiter mit Zimbabwe verbunden und helfen mit, dass deren Aktivitäten weiter finanziert werden können.
Der Vorstand beabsichtigt, seinen Adressstamm dem Afrika-Komitee, fepa und KEESA zur Verfügung zu stellen. Wer damit nicht einverstanden ist, meldet sich bitte möglichst bald, spätestens aber bis 15. Mai 2019 bei Joe Brogli, Bethlehemweg 10, 6405 Immensee oder jbrogli@smb-immensee.ch.
Der Vorstand bedankt sich für das langjährige Interesse an der Vereinigung Schweiz-Zimbabwe und verabschiedet sich damit endgültig von Ihnen.
Für den Vorstand
Gertrud Baud

Inhalt:

Brief an die Mitglieder
Zimbabwe als Raubtierstaat – Schweizer Beziehungen (Barbara Müller)
Rückblick 31 Jahre Vereinigung CH–ZW (Gertrud Baud)
Neuausrichtung (Eddie Cross)
Impressum

Nr. 173 – Demokratische Republik Kongo – eine Annäherung

«Der Kongo». Was für eine Anmassung, über dieses riesige Land zu berichten, ohne eine ganze Bibliothek zu füllen ! Wir wagen es trotzdem – im Wissen, mit unserem begrenzten Blick nur gerade zwei, drei Regentropfen zu beschreiben, die in einem Tropengewitter auf Kinshasa niederprasseln. Mit unserem Schwerpunktthema vermitteln wir eine Ahnung – mehr liegt nicht drin.

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Rundbrief Nr. 72, Dezember 2018

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Editorial

Dies ist die letzte Ausgabe des Rundbriefes der Vereinigung Schweiz-Zimbabwe. Nach 30 Jahren und 72 Rundbriefen löst sich die Vereinigung per Ende Dezember 2018 auf, weil sich kein Ersatz für die zurücktretenden Vorstandsmitglieder fand. Die letzte Jahresversammlung findet am 12. Januar 2019 in Zug statt.
Die Vereinigung wurde im April 1988 gegründet – zu einer Zeit, als Zimbabwe und Mugabe weltweit hohes Ansehen genossen und als Modell für Afrika gepriesen wurden. Die Zeiten haben sich geändert. Eine macht- und geldgierige Elite hat ein reiches Land geplündert und an den Rand des Abgrundes gebracht. Im November 2017 musste Mugabe zwar nach einem Militärputsch abtreten. Der landesweite Jubel der ZimbabwerInnen darüber war gross und zeigte, dass sich die Bevölkerung eine Änderung wünscht. Leider legt die neue Regierung aber bis jetzt keine grosse Reformagenda vor und scheint vor Änderungen zurück zu schrecken, was nichts Gutes verheisst. Die Regierung der nationalen Einheit von 2008-2013 machte eigentlich vor, wie sich eine Wirtschaft mit einfachen Mitteln rasch wieder erholen kann. Leider stützt sich die jetzige Regierung offensichtlich nicht auf diese Erfahrungen. Auch wenn sich die Bevölkerung freier fühlt, ist bei vielen die Angst vor Überwachung allgegenwärtig. Wie diese funktioniert, um Zanu-PF die Macht zu erhalten, zeigen immer wieder Berichte über Benachteiligungen bei Nahrungs- oder Saatgutverteilung, oder bei der Zuteilung von Wohnungen.
Die gegenwärtige Politik der gössten Oppositionspartei MDC ist schwer zu begreifen. Einerseits focht sie, ohne genügende Beweise vorlegen zu können, die Wahlergebnisse an und behauptet nach wie vor, um den Wahl-sieg betrogen worden zu sein. Zudem liess sich MDC-Präsident Chamisa an einer Veranstaltung zum Gegen-Präsidenten (!) küren und verweigert sich Gesprächen mit der Regierung, obwohl alle BeobachterInnen betonen, wie wichtig eine Zusammenarbeit wäre. Leider ist die Opposition nach wie vor sehr zersplittert und damit schwach und Zanu-PF unternimmt alles, dass es so bleibt. Denn die Zahlen zeigen: Eine geeinte Opposition hätte die Wahlen gewonnen.
In diesem Rundbrief bringen wir unter anderem einen Rückblick über 30 Jahre Vereinigung Schweiz-Zimbabwe, den traditionellen Halbjahresrückblick von Ruth Weiss samt Kommentar, einen Bericht von Dewa Mavhinga, Einschätzungen von Eddie Cross, Berichte über Diamantenschürfer und Woza.
Ihnen, liebe LeserInnen des Rundbriefes und liebe Mitglieder, danken wir für das Interesse, das Sie unserer Arbeit entgegengebracht haben. Es hat uns motiviert, so lange dran zu bleiben.

Gertrud Baud, Mitglied des Vorstandes

Inhalt:

Editorial (Gertrud Baud)
Erst wenn Mugabe geht, gehen auch wir (Gertrud Baud)
Nach den Wahlen (Ruth Weiss)
Quo vadis, Zimbabwe – ein Kommentar (Ruth Weiss)
ZW nach Mugabe: neues Zeitalter – falsche Hoffnung? (Dewa Mavhinga)
Ich bin kein Elefant! (Eddie Cross)
Im Ausnahmezustand (Eddie Cross)

Parteien
Mujuru‘s world crumbles (Obey Manayiti)

Wirtschaft
Mayor calls for peaceful engagement
Zanu chefs milking vendors
Harare needs $1 billion for repairs
Govt moves to curb inputs abuse
Kwekwe machete war claims
Hwange workers cry foul; Inputs for cotton growers

China
We won‘t seize Zim assets: China (Andrew Kunambura)

Zivilgesellschaft
Woza campaigns for free education

Literatur
Überleben von Frauen unter Mugabe; Blitzlichter auf die Geschichte; Freud und Leid des Volkes teilen (Rita Schäfer)

GV 12.1.2019; Impressum; Quellen

Dokumentation: Ethiopia & Eritrea Peace Treaty and End of UN-Sanctions

Cover of Documentation on the Eritrea-Ethiopia Peace Agreement
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Two events dominated the development of the last three months in the Horn of Africa: Eritrea and Ethiopia signed a peace treaty and the United Nations lifted the sanctions imposed on Eritrea. Both events are to be welcomed and will promote development in the Horn of Africa.

After the new Ethiopian Prime Minister Ahmed Abiy announced in June 2018 that he would accept the ruling of the International Arbitration Court on the demarcation of borders, relations between the two countries have changed dramatically. In September, a peace treaty was signed between the two countries that puts an end to the 20 years of war. „Dokumentation: Ethiopia & Eritrea Peace Treaty and End of UN-Sanctions“ weiterlesen

Nr. 172 – Swiss Transit Trade and Zambia

Thanks to the initiative and support of SNIS (Swiss Network of International Studies) this issue of the Afrika-Bulletin is now available in English.

This Bulletin discusses Switzerland’s economic relations with the South; the authors specifically examine this topic using Zambia and its copper as examples. The contributions are part of an international research project funded by the Swiss Network for International Studies (SNIS) and led by Basel social anthropologist Rita Kesselring. The research project “Valueworks: Effects of Financialization along the Copper Value Chain” follows copper’s path from the mines to the end buyer and describes the parties involved in this process. It is shown that the extent of the participation of Swiss companies in the Zambian copper sector exceeds all expectations.

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Nr. 172 – Schweizer Transithandel und Zambia

Das vorliegende Bulletin diskutiert die wirtschaftlichen Beziehungen der Schweiz zum Süden; konkret untersuchen die Autorinnen und Autoren dieses Thema
am Beispiel von Zambia und dessen Kupfer. Die Beiträge sind im Rahmen des Forschungsprojekts Valueworks: Effects of Financialisation along the Copper Value Chain entstanden. Dieses geht dem Weg des Kupfers vom Minentor bis zum Endkunden nach und beschreibt die an diesem Prozess Beteiligten. Dabei hat sich gezeigt, dass das Ausmass der Beteiligung von Schweizer Firmen am sambischen Kupfersektor alle bisherigen Vorstellungen übertrifft. Dieser Befund macht die Unterregulierung des Rohstoffhandelszentrums Schweiz noch problematischer und zeigt, dass eine breite politische Diskussion darüber dringend nötig ist. „Nr. 172 – Schweizer Transithandel und Zambia“ weiterlesen

Dokumentation: Horn of Africa. A Region of Changes and Challenges

In June 2018, the Ethiopian Prime Minister, Dr. Achmed Abiy, accepted the Algiers Agreement and the Ethiopian-Eritrean Border Ruling. This move came for many by surprise. The announcement was welcomed by the Eritrean Authorities. On 9th of July both countries announced a joint declaration of peace. All these developments have been documented in the first publication in this series “A new Era: Eritrea – Ethiopia in Peace”. Since then the drive to peace and cooperation between the two countries have gained momentum.
Furthermore, it spread all over the crises-ridden region of the Horn of Africa. Eritrea settled the longstanding dispute with Somalia. Djibouti and Eritrea decided to settle the border issue. Ethiopia urged Eritrean opposition groups to not work from Ethiopian territory against Eritrea no more. Eritrea herself broke peace agreements with Ethiopian opposition groups and their military wings. With the agreements with Somalia and Djibouti, Eritrea is next to the lifting of the UN-sanctions.

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Nr. 171 – Illicit Financial Flows

Afrikas Staaten mit ihren teilweise gewaltigen Rohstoffvorkommen verlieren gemäss dem Mbeki-Report aus dem Jahr 2015 jährlich 50 Milliarden USD, die über sogenannte Illicit Financial Flows aus ihren Volkswirtschaften abgezogen werden. Bei ihrer relativ geringen Wirtschaftskraft ist das anteilmässig mehr als dies bei anderen Entwicklungs- und Schwellenländern
der Fall ist. Wir gehen der Frage nach, was denn genau unter Illicit Financial Flows (IFF) verstanden wird und beleuchten deren Auswirkungen. „Nr. 171 – Illicit Financial Flows“ weiterlesen

Dokumentation: A New Aera. Ethiopia – Eritrea in Peace

Cover image of documentation on Eritrea-Ethiopia in Peace
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20 years after the outbreak of war between Eritrea and Ethiopia, 18 years after the armistice and 16 years after the arbitrable judgment, an unforseen development put an end to a period of “no war – no peace”. Both countries and their peoples had suffered for years. But today hope prevails.
On July 9, 2018, Eritrea and Ethiopia announced a joint declaration of peace.
Both presidents Ahmed Abiy of Ethiopia and Isayas Afwerki of Eritrea share the will to overcome the past. President Abiy’s visits to Asmara and president Afwerki’s visit to Addis Abeba have mobilized hundreds of thousands, in Addis even one million of jubilating people. The peace process has gained momentum.
Quite a lot of problems still remain to be solved. But the important first steps have been done and more will follow.
This documentation collects some recent articles to get a better understanding of these thrilling days in June and July, days that changed the political map at the Horn of Africa. The documents have been taken from news agencies and official newspapers. The selection is not based on a scientific research but aims to give an overview on the development.
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