Nr. 178 – Afrikas Musik bewegt die Welt

Cover Afrika-Bulletin Nr. 178Afrikanische Musik ist ein Exportschlager und unsere populäre Musik stark von Afrika geprägt. Der Musikethnologe David Coplan nähert sich der Bedeutung und  bewegenden Kraft von Musik in Afrika an und zeigt deren weltweite Wirkungsmacht auf. Pius Frey, der seit einem Vierteljahrhundert(!) regelmässig neue CDs für das Afrika-Bulletin vorstellt, wirft einen persönlichen Blick zurück auf die Entwicklung der Sparte. Der Jazz Südafrikas hat die Befreiungsbewegung im Land und ihre internationalen Ableger angetrieben und begleitet. Richard Butz beleuchtet die langjährige Beziehung der Schweiz zum Jazz Südafrikas und gibt Einblick in die aktuelle Szene. Pius Vögele, nimmt uns in seinem Beitrag zur südafrikanischen Hip Hop-Künstlerin Yugen Blakrok auf eine Reise durch Science-Fiction und Poesie und schliesst damit den Reigen von der mächtigen globalen Wirkung afrikanischer Musik.
«Weder Krieg noch Frieden» so bezeichnet Hans-Ulrich Stauffer in unserem Hintergrundartikel die Situation in der Westsahara und setzt damit ein Zeichen wider das Vergessen. „Nr. 178 – Afrikas Musik bewegt die Welt“ weiterlesen

Postgeschichte und Philatelie in Eritrea

Cover der Broschüre Postgeschichte und Philatelie in EritreaEritrea weist eine wechselvolle und faszinierende Geschichte der Post und der Philatelie auf. Diese Geschichte spiegelt die Entwicklung des Postwesens von den Anfängen der ägyptischen Poststation in der Hafenstadt Massawa bis zum Postwesen des unabhängigen Staates Eritrea. Diese Entwicklung verlief nicht geradlinig, sondern ist durch zahlreiche Brüche gekennzeichnet.

Das erste Postamt auf eritreischem Boden wurde von Ägypten in Massawa ab 1869 betrieben. Dieses Postamt wurde 1885 durch die italienische Kolonialpost abgelöst, die bereits seit 1883 im Hafen von Assab tätig war. Im Zuge der Eroberung des Territoriums durch Italien weitete sich auch das Postwesen aus. Mitte der 1930er Jahre befand sich die italienische Kolonie Eritrea wirtschaftlich auf dem Höhepunkt. Mit dem Angriffskrieg auf Abessinien ging die italienische Kolonialpost 1938 für wenige Jahre in der Post von Italienisch Ostafrika auf. Nach der militärischen Niederlage Italiens ging das Postwesen 1941 an die britischen «Middle East Forces» über, dann an die britische Militärverwaltung und anschliessend an die britische Zivilverwaltung. Mit der Zwangsföderation Eritreas mit Äthiopien übernahm 1952 die äthiopische Post die Posthoheit, die bis zum Ende des Befreiungskriegs 1991 bestand.

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Nr. 177 – Überleben in Zeiten der Krise

Cover Afrika Bulletin Nr. 177Mit dieser Nummer des Afrika-Bulletins wollen wir erkunden, wie es die Menschen im prekären wirtschaftlichen und sozialen Umfeld vieler afrikanischer Länder bewerkstelligen, das Überleben ihrer Familien zu sichern. An konkreten Beispielen wollen wir aufzeigen, welche Strategien Menschen anwenden, wenn der Staat keine verlässlichen Rahmenbedingungen schafft, wenn es keine soziale Absicherung, keine Gesundheitsversorgung mehr gibt und Unsicherheit die einzige Konstante darstellt. Und: wie nachhaltig die gewählten Strategien sind, ob sie mehr sind als unmittelbare Überlebenssicherung. Ebenfalls mit einem Fallbeispiel beleuchtet wird der Umgang von Staaten mit aussergewöhnlichen wirtschaftlichen Herausforderungen.

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Nr. 176 – Land Grabbing – unerfüllte Versprechungen

Cover Afrika Bulletin Nr. 176Seit dem Jahr 2000 weltweit rund 50 Millionen Hektar an Landkonzessionen vergeben. Doch 2018 errechnete GRAIN, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Konzessionen – nämlich 17,5 Millionen Hektar – entweder nie «unter den Pflug» kam oder das Projekt nach wenigen Jahren fallierte und verlassen wurde.
Die früheren Nutzerinnen und Nutzer des Ackerbodens, der Weiden und Wälder hatten gemeinhin bei den Verhandlungen nichts zu sagen oder wurden mit Versprechungen auf Arbeit und Infrastruktur gefügig gemacht und teilweise in Randgebiete umgesiedelt. Das im Prozess als Staatsland erklärte Gebiet kann an andere Investoren neu konzessioniert werden, oder es vergandet, weil jene, die es einst bebauten, sich kaum getrauen, es wieder offen zu nutzen.
Der Widerstand der Bevölkerung setzte schon mit der Konzessionierung ein und wurde häufig gewaltsam niedergeschlagen bis hin zu Mord, Haft und Vertreibung. Vielerorts schlugen internationale Akteure Alarm und machten die Proteste bekannt. Doch wo auch nationale NGOs sich diesem Problem zuwenden und die widerständige Bevölkerung sich vernetzt, kann es nach jahrelangen politischen und juristischen Kämpfen gelingen, das Land in die Verfügung der Bauern zurückzubringen. Hiervon berichtet dieses Heft. „Nr. 176 – Land Grabbing – unerfüllte Versprechungen“ weiterlesen

Nr. 175 – Quo vadis Südafrika?

CoverDas Jahr 1994 hat das Bild Afrikas in besonderer Weise geprägt: mit dem Völkermord in Ruanda einerseits und dem Ende der Apartheid andererseits. Beide Ereignisse liegen jetzt 25 Jahre zurück, beide sind mit starken Emotionen verbunden und haben übertrieben positive wie übertrieben negative Vorstellungen über den Kontinent genährt. Das vorliegende Afrika-Bulletin ist dem Südafrika von heute gewidmet. Es überlässt das Wort Südafrikanerinnen und Südafrikanern, die aus einer aktivistischen beziehungsweise reflektierenden Perspektive auf ihr Land und seine Probleme blicken.

Das Heft ist in Zusammenarbeit mit der KEESA entstanden, die Anfang Dezember mehrere dezentrale Veranstaltungen zu Südafrika organisiert (für aktuelle Informationen siehe www.apartheid-reparations.ch).

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Nr. 174 – Theaterschaffen in Afrika

Das Afrika Bulletin widmet eine Ausgabe dem Theater und dies zum ersten Mal ! Für mich, die länger in Afrika lebte und dieser Kunst vielfach auch im ländlichen Raum begegnete, ist dies ziemlich erstaunlich. Zumindest in Westafrika ist Theater neben den traditionellen Ritual- und Maskenpräsentationen bei Weitem die populärste Kunst.

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Rundbrief Nr. 73, April 2019

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Editorial

Liebe ehemalige Mitglieder
Sie wundern sich vielleicht, warum Sie nochmals einen Rundbrief in den Händen halten, obwohl der Verein mit der Jahresversammlung vom 12. Januar 2019 aufgelöst wurde. Der Grund liegt darin, dass der Vorstand das Referat von Barbara Müller so interessant fand, dass er es allen Mitgliedern zugänglich machen wollte. Das Re-ferat beleuchtet den Charakter des zimbabwischen Staates unter dem Aspekt des Raubtierstaates. Auch macht es die bis jetzt unbekannten Beziehungen zwischen den in der Schweiz ansässigen Firmen Glencore und Trafigura und Zimbabwe öffentlich. Die Ausführungen sind hochinteressant, stehen doch beide Firmen seit einiger Zeit in der Kritik wegen nicht menschenrechtskonformem Handeln. Nicht vorenthalten wollen wir Ihnen auch den ebenfalls an der Jahresversammlung gehaltenen Rückblick auf 31 Jahre Vereinigung Schweiz-Zimbabwe. Und zum Schluss bringen wir noch einen optimistisch stimmenden Artikel von unserem langjährigen Autor Eddie Cross, dem Analysten von MDC-T. Der Artikel ist einerseits eine Liebeserklärung an Zimbabwe. Und andererseits zeigt der Artikel auf, dass sich entgegen landläufiger Einschätzung hinter den Kulissen der Regierung betreffend Militär und Wirtschaft einiges mehr getan hat, als bis jetzt bekannt war.

An der Jahresversammlung wurde statutengemäss beschlossen, das nach Abschluss der Rechnung per Ende April 2019 verbliebene Vereinsvermögen je zur Hälfte auf die beiden Organisationen Afrika-Komitee und fepa zu übertragen. Mit beiden Organisationen hat die Vereinigung Schweiz-Zimbabwe seit Beginn zusammengearbeitet. In beiden Organisationen waren und sind diverse (ehemalige) Vorstandsmitglieder aktiv und beide Organisationen arbeiten immer wieder schwerpunktmässig zu Zimbabwe.

Die Jahresrechnung 2018 wies per Ende Dezember ein Vermögen von CHF 6’125.23 aus. Von Januar bis Ende April 2019 resultierte bei Einnahmen von CHF 830.- und Ausgaben von CHF 1’785.23 (vor allem Kosten der Jahresversammlung) ein Verlust von CHF 955.23. Das zu verteilende Vereinsvermögen beträgt per Ende April noch CHF 5’170.-.
Die Vereinigung Schweiz-Zimbabwe kann damit dem Afrika-Komitee und fepa einen Betrag von je CHF 2’585.- überweisen.

Die Organisationen Afrika-Komitee, fepa und KEESA befassen sich schwerpunktmässig immer wieder mit Zimbabwe. Sie informieren über Zimbabwe, unternehmen Vorstösse bei den Regierungen der Schweiz und Zimbabwes und organisieren Veranstaltungen zu Zimbabwe, oft auch mit Gästen aus Zimbabwe. Mit einer Mitgliedschaft in einem dieser Vereine bleiben Sie weiter mit Zimbabwe verbunden und helfen mit, dass deren Aktivitäten weiter finanziert werden können.

Der Vorstand beabsichtigt, seinen Adressstamm dem Afrika-Komitee, fepa und KEESA zur Verfügung zu stellen. Wer damit nicht einverstanden ist, meldet sich bitte möglichst bald, spätestens aber bis 15. Mai 2019 bei Joe Brogli, Bethlehemweg 10, 6405 Immensee oder jbrogli@smb-immensee.ch.
Der Vorstand bedankt sich für das langjährige Interesse an der Vereinigung Schweiz-Zimbabwe und verabschiedet sich damit endgültig von Ihnen.
Für den Vorstand
Gertrud Baud

Inhalt:

Brief an die Mitglieder
Zimbabwe als Raubtierstaat – Schweizer Beziehungen (Barbara Müller)
Rückblick 31 Jahre Vereinigung CH–ZW (Gertrud Baud)
Neuausrichtung (Eddie Cross)
Impressum

Nr. 173 – Demokratische Republik Kongo – eine Annäherung

«Der Kongo». Was für eine Anmassung, über dieses riesige Land zu berichten, ohne eine ganze Bibliothek zu füllen ! Wir wagen es trotzdem – im Wissen, mit unserem begrenzten Blick nur gerade zwei, drei Regentropfen zu beschreiben, die in einem Tropengewitter auf Kinshasa niederprasseln. Mit unserem Schwerpunktthema vermitteln wir eine Ahnung – mehr liegt nicht drin.

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Medienmitteilung vom 22.01.2019

Schluss mit dem brutalen Einsatz der Sicherheitskräfte in Zimbabwe!

In Zimbabwe herrscht die nackte Gewalt. In Davos am WEF wird Präsident Emmerson D. Mnangagwa von Finanzminister Mthuli Ncube vertreten. Er ist das «nette Gesicht» eines Regimes, das in den letzten Tagen ein Dutzend Menschen erschoss, 80 Personen verletzte, Hunderte Demonstrierende verhaftete, Entführungen durchführte und Angst und Schrecken verbreitete.

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Rundbrief Nr. 72, Dezember 2018

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Editorial

Dies ist die letzte Ausgabe des Rundbriefes der Vereinigung Schweiz-Zimbabwe. Nach 30 Jahren und 72 Rundbriefen löst sich die Vereinigung per Ende Dezember 2018 auf, weil sich kein Ersatz für die zurücktretenden Vorstandsmitglieder fand. Die letzte Jahresversammlung findet am 12. Januar 2019 in Zug statt.

Die Vereinigung wurde im April 1988 gegründet – zu einer Zeit, als Zimbabwe und Mugabe weltweit hohes Ansehen genossen und als Modell für Afrika gepriesen wurden. Die Zeiten haben sich geändert. Eine macht- und geldgierige Elite hat ein reiches Land geplündert und an den Rand des Abgrundes gebracht. Im November 2017 musste Mugabe zwar nach einem Militärputsch abtreten. Der landesweite Jubel der ZimbabwerInnen darüber war gross und zeigte, dass sich die Bevölkerung eine Änderung wünscht. Leider legt die neue Regierung aber bis jetzt keine grosse Reformagenda vor und scheint vor Änderungen zurück zu schrecken, was nichts Gutes verheisst. Die Regierung der nationalen Einheit von 2008-2013 machte eigentlich vor, wie sich eine Wirtschaft mit einfachen Mitteln rasch wieder erholen kann. Leider stützt sich die jetzige Regierung offensichtlich nicht auf diese Erfahrungen. Auch wenn sich die Bevölkerung freier fühlt, ist bei vielen die Angst vor Überwachung allgegenwärtig. Wie diese funktioniert, um Zanu-PF die Macht zu erhalten, zeigen immer wieder Berichte über Benachteiligungen bei Nahrungs- oder Saatgutverteilung, oder bei der Zuteilung von Wohnungen.

Die gegenwärtige Politik der gössten Oppositionspartei MDC ist schwer zu begreifen. Einerseits focht sie, ohne genügende Beweise vorlegen zu können, die Wahlergebnisse an und behauptet nach wie vor, um den Wahl-sieg betrogen worden zu sein. Zudem liess sich MDC-Präsident Chamisa an einer Veranstaltung zum Gegen-Präsidenten (!) küren und verweigert sich Gesprächen mit der Regierung, obwohl alle BeobachterInnen betonen, wie wichtig eine Zusammenarbeit wäre. Leider ist die Opposition nach wie vor sehr zersplittert und damit schwach und Zanu-PF unternimmt alles, dass es so bleibt. Denn die Zahlen zeigen: Eine geeinte Opposition hätte die Wahlen gewonnen.

In diesem Rundbrief bringen wir unter anderem einen Rückblick über 30 Jahre Vereinigung Schweiz-Zimbabwe, den traditionellen Halbjahresrückblick von Ruth Weiss samt Kommentar, einen Bericht von Dewa Mavhinga, Einschätzungen von Eddie Cross, Berichte über Diamantenschürfer und Woza.
Ihnen, liebe LeserInnen des Rundbriefes und liebe Mitglieder, danken wir für das Interesse, das Sie unserer Arbeit entgegengebracht haben. Es hat uns motiviert, so lange dran zu bleiben.

Gertrud Baud, Mitglied des Vorstandes

Inhalt:

Editorial (Gertrud Baud)
Erst wenn Mugabe geht, gehen auch wir (Gertrud Baud)
Nach den Wahlen (Ruth Weiss)
Quo vadis, Zimbabwe – ein Kommentar (Ruth Weiss)
ZW nach Mugabe: neues Zeitalter – falsche Hoffnung? (Dewa Mavhinga)
Ich bin kein Elefant! (Eddie Cross)
Im Ausnahmezustand (Eddie Cross)

Parteien
Mujuru‘s world crumbles (Obey Manayiti)

Wirtschaft
Mayor calls for peaceful engagement
Zanu chefs milking vendors
Harare needs $1 billion for repairs
Govt moves to curb inputs abuse
Kwekwe machete war claims
Hwange workers cry foul; Inputs for cotton growers

China
We won‘t seize Zim assets: China (Andrew Kunambura)

Zivilgesellschaft
Woza campaigns for free education

Literatur
Überleben von Frauen unter Mugabe; Blitzlichter auf die Geschichte; Freud und Leid des Volkes teilen (Rita Schäfer)

GV 12.1.2019; Impressum; Quellen