Abendveranstaltung
im Rahmen von
"Afrika in Basel - Basel in Afrika 2004"
9. September 2004 im Union, BaselMenschenrechtsverletzungen und
Naturzerstörung im Kongo-Becken
Der heimliche Krieg im Regenwald
Worum es geht
Die abgelegenen Regenwälder Zentralafrikas (Kamerun, Kongo,
Zentralafrikanische Republik) sind Tag für Tag Schauplatz von Menschenrechtsverletzungen,
Wilderei und Naturzerstörung: Ein nicht erklärter Krieg, ausgelöst durch die
Holzindustrie, gefördert durch korrupte Regierungen und toleriert von
Umweltorganisationen, die ihre Aufsichtspflicht nicht wahrnehmen. Die Zerstörung der
Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere wird in atemberaubendem Tempo vorangetrieben.
Ein "afrikanisches" Problem, das uns in Basel nichts angeht?
Nein! Die Holzindustrie arbeitet international, und eines der grössten im
Kongo-Becken aktiven Unternehmen hat seinen Sitz in Basel.
Ein Thema nur für Fachleute und InteressenvertreterInnen? - Nein! Als
KonsumentInnen und WeltbürgerInnenliegt es auch an uns, dafür zu schauen, dass bei uns
nicht nur das richtige Essen, sondern auch das richtige Holz auf den Tisch kommt.
Ziele der
Veranstaltung
-
Mit Zeugnissen und Berichten
aus erster Hand wird der verdrängte Skandal der Menschenrechtsverletzungen, Wilderei und
Naturzerstörung im Kongo-Becken mit seinen verschiedenen Aspekten sichtbar gemacht.
- ExpertInnen und InteressevertreterInnen aus Afrika und Europa kommen zu Wort: Im offenen
Gespräch werden die Analyse der Hintergründe vertieft, unterschiedliche Sichtweisen und
Interessen verdeutlicht und die unterschiedlichen Lösungsansätze, wie das Kongo-Becken
und seine BewohnerInnen einem ökologisches Desaster entgehen können, offen gelegt und
gegeneinander abgewogen.
- Dabei wird insbesondere die Rolle der Schweiz verdeutlicht: Die Praktiken und Strategien
der von der Schweiz aus tätigen Holzindustrie, der privaten und staatlichen Entwicklungs-
und Umweltorganisationen, der schweizerischen KonsumentInnen werden an den von der Schweiz
unterzeichneten internationalen Konventionen sowie an den Forderungen und Erwartungen
kritischer BeobachterInnen und betroffener Gemeinschaften gemessen.
- Die Veranstaltung wird somit auch zum
Kristallisationspunkt für weiterführende Gespräche, Aktionen und Proteste
Programm und TeilnehmerInnen
Teil 1: Zeugnisse (19.00 bis 20.30 Uhr)
- Karl Ammann, Schweiz/Kenia: Der Skandal. Bilder und Einblicke aus erster Hand.
- Prosper Nobirabo, DR Kongo: Lebens- und
Überlebensrealitäten der autochtonen Bevölkerung
Teil 2: Podiumsgespräch (21.30 bis 23.00 Uhr)
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Jürgen Blaser, Intercooperation
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Hans-Peter Egler, seco
- Maya Graf, Nationalrätin Grüne BL
- Markus Radday, WWF Deutschland
- Christoph Wiedmer, Greenpeace Schweiz
Form und Rahmen der
Veranstaltung
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Zweiteilige Abendveranstaltung
Pause mit Verpflegungsmöglichkeit
- Zeit: Donnerstag, 9. September 2004, 19 bis 23 Uhr
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Sprachen: deutsch und französisch, mit Simultanübersetzung
- Rahmen: Veranstaltungswoche "Afrika in Basel Basel in Afrika 2004", www.absa.ch
- Moderation: Barbara Müller, Afrika-Komitee
- Eintritt: frei (freiwilliger "Austritt")
Quellen
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Artikelserie von Ruedi Suter, Freier Journalist, auf www.onlinereports.ch:
"In Afrikas Wäldern tobt ein verdrängter Krieg"
VeranstalterInnen
Reader
Afrika-Bulletin
Nr. 115, August / September 2004
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