Afriqu’à midi vom Freitag, 17. November 2006

Ursula Scheidegger:
Aktuelle politische Debatten in Südafrika
Die Krise des ANC

Südafrika ist das Thema des dritten Afriqu’à midi des laufenden Jahres. Dieses Mal geht es um aktuelle politische Entwicklungen im Land am Kap, dessen noch junge Demokratie in den letzten Monaten von diversen Skandalen erschüttert wurde. Unsere Referentin ist Ursula Scheidegger, eine Schweizerin, die seit 10 Jahren in Johannesburg lebt und an der dortigen Universität des Witwatersrand an einer Forschung über den südafrikanischen Transformationsprozess arbeitet..

Besonders heiss diskutiert wird der Fall von Jacob Zuma, dem die Nachfolge von Thabo Mbeki anstrebenden Vizepräsidenten der Regierungspartei. Nachdem er kürzlich durch den Freispruch in einem Gerichtsverfahren vom Vorwurf der Vergewaltigung entlastet wurde, steht ihm jetzt noch ein Verfahren wegen Korruption bevor. Diese Vorkommnisse werden als Krise des ANC wahrgenommen und diskutiert.

Die südafrikanische Debatte hat in diesem Zusammenhang grundlegende Fragen aufgeworfen: nach der politischen Kultur, den erforderlichen Führungsqualitäten, der Bündnispolitik des ANC, der Nachfolge des Präsidenten, sie befasst sich aber auch mit Korruption und moralischen Standards. Weitere brennende Themen betreffen HIV/Aids, die Armutsbekämpfung und die hohe Verbrechensrate.

Mittagstisch organisiert vom Afrika-Komitee, Basel in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Afrikastudien ZASB.

Afrika-Komitee: www.absa.ch/AK
Zentrum für Afrikastudien ZASB: www.unibas-zasb.ch
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