
Von Hans-Ulrich Stauffer
Seit einem halben Jahrhundert lebt nahezu ein ganzes Volk im Exil: Infolge der marokkanischen Besetzung der spanischen Kolonie Westsahara flohen 1976 mehr als hunderttausend Menschen nach Algerien. Marokko weigert sich, das Selbstbestimmungsrecht der Sahraouis anzuerkennen. Vielmehr erhebt Marokko Gebietsansprüche und versucht, diese historisch zu rechtfertigen. Doch weder historisch noch auf andere Weise lässt sich die marokkanische Aggression rechtfertigen. Die vor Jahrzehnten von der UNO initiierten Bemühungen, eine Lösung des Konflikts zu finden, wurden alle durch Marokko vereitelt. Das den Sahraouis zugefügte Unrecht droht in Vergessenheit zu geraten.
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