Nr. 193 – Pragmatismus und/oder Ideologie?

Cover Afrika-Bulletin Nr. 193. 
Burkina Fasos Übergangspräsident Ibrahim Touré und Vladimir Putin am zweiten russischen Afrika Gipfel in St. Petersburg im Juli 2023 (Bild: Sergei Bobylev, IMAGO/ITAR-TASS/Sipa USA).

Erleben wir gerade eine Neuausrichtung afrikanischer
Politik? Hinweise darauf sind durchaus vorhanden: Afrika verlangt von den Ländern des Nordens substantielle Kompensationen für die massiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, die der Kontinent erdulden muss,
ohne zu dieser Katastrophe beigetragen zu haben. Auch
die Forderungen nach einer Reform des UNO-Sicherheitsrats
und einem permanenten Sitz für Afrika werden lauter. Sind dies Anzeichen für eine Hinwendung zu den panafrikanischen Idealen der Selbstbestimmung, die in der frühen Postkolonie die Politik vieler afrikanischer Staaten prägte? Das vor Ihnen liegende Afrika-Bulletin geht diesen Fragen nach.

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Nr. 192 – Auf zwei Kontinenten zuhause

Cover Afrika-Bulletin Nr. 192

Wie finden und gestalten Menschen mit afrikanischem Hintergrund, die in der Schweiz aufgewachsen sind, ihren Zugang zum Kontinent? Diese Frage war der Ausgangspunkt für das vorliegende Heft. Unser Aufruf mündete in einem reichen Strauss von sehr persönlichen Beiträgen – weshalb wir das Heft um einen zusätzlichen Bund erweitert haben. Mehr Platz als die Auseinandersetzung mit Afrika nehmen in den Texten allerdings die Erfahrungen von Menschen afrikanischer Abstammung hier in der Schweiz ein – die alltägliche Auseinandersetzung mit Fremdzuschreibungen.

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Nr. 191 – 50 Jahre Afrika-Komitee – 50 Jahre gelebte Solidarität

«50 Jahre Afrika-Komitee – 50 Jahre Solidarität» lautet das Motto unserer Geburtstagsfeier im September 2023.
Mit dem vorliegenden Bulletin blicken wir auf ein Engagement während eines halben Jahrhunderts zurück und haben einen bunten Strauss an Reminiszenzen aus unserer Arbeit zusammengestellt.

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Nr. 190 – Sicherheit – ein knappes Gut

Cover Afrika-Bulletin Nr. 190

Hauptsorge von Schweizer Haushalten ist oftmals nicht, ob sie sich eine Versicherung leisten können sondern vielmehr, ob nicht eventuell eine Überversicherung besteht. Aus dieser Warte heraus fällt es Vielen schwer sich in die Lebensrealität der grossen Mehrheit der Weltbevölkerung zu versetzen, deren Alltag und Leben von grosser Unsicherheit in allen Bereichen geprägt ist. In diesem Heft befassen wir uns mit den Bedingungen, unter denen Sicherheit erzeugt werden kann. Welche Rolle spielt der Staat als Produzent von Sicherheit? Wie kann ein Staat mit beschränkten Ressourcen die Bevölkerung in diesen Prozess einbeziehen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen politischer Legitimität und Sicherheit? Und müsste Sicherheit nicht viel umfassender und integriert gedacht werden?

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Nr. 189 – Die Macht der Satire

2022 sind gleich zwei Romane bekannter Autor:innen Afrikas erschienen, die undemokratische Zustände und Machenschaften in den Fokus nehmen: Wole Soyinkas Roman Die glücklichsten Menschen der Welt und NoViolet Bulawayos Glory. Die Netzwerke der Diktatoren und ihrer Hofschranzen sind in einer satirischen Form dargestellt, deren böse Theatralik sie oberflächlich unkenntlich macht, jedoch die Details soweit ausführt, dass die Mechanik der Herrschaft erkennbar wird. Diese Bücher gaben uns den Anstoss, nicht einfach eine Literaturnummer zu planen, sondern dieses häufig auftretende Satire-Instrument zur Darstellung unerträglicher Verhältnisse ins Zentrum zu rücken.

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Nr. 188 – Globale Gesundheit

Cover Afrika Bulletin Nr. 188

Die Strukturen der internationalen Gesundheit – von der Forschung über die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen bis hin zur Gesundheitspolitik – sind immer noch wesentlich durch die koloniale Vergangenheit geprägt und werden ständig neu produziert. Im Bereich Gesundheit tut Dekolonialisierung also not. Ein erster Schritt dazu besteht im kognitiven Erfassen der bestehenden Ungleichheit und Benachteiligung anhand konkreter Beispiele. Die Beiträge zu diesem Heft entstanden im Frühjahr 2022 im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung am Departement Geschichte der Universität Basel.

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Nr. 187 – Das Recht auf Stadt

Vor beinahe 50 Nummern begann im Juni 2010 die Zusammenarbeit zwischen Zentrum für Afrikastudien und Afrikakomitee mit einem Heft zu «Afrikanische Städte: Entwicklung und Magie».
Seither fokussierten immer wieder einzelne Beiträge auf die Stadt, aber das vorliegende Heft ist das erste, das wieder ganz der Stadt gewidmet ist. Und es schliesst in eleganter Weise an das Heft Nr. 138 an, kommen doch bei der Frage, wie es um das Recht auf die Stadt steht, die gleichen Themen zur Sprache: Wer hat Anrecht, sich in der Stadt niederzulassen, an der städtischen Ökonomie und an der Politik teilzuhaben? Wer hat Anrecht auf die Stadt als kreativen Raum?

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Nr. 186 – Was geschieht in Äthiopien?

Cover Afrika Bulletin Nr. 186

Die Hintergründe von kriegerischen Auseinandersetzungen sind immer komplex und werden von den Kontrahenten unterschiedlich erzählt. Das liegt in der Natur der Sache. Dabei ist es nicht unerheblich, wie ein Krieg begann, wer ihn begann und wann er begann. Gemäss dem Narrativ der TPLF (Tigray People’s Liberation Front), das den westlichen Medien ursprünglich als Vorlage diente, begann der Krieg in Äthiopien am 4. November 2020 mit dem Eingreifen der Zentralregierung in Tigray. Dass die dort stationierten Einheiten der äthiopischen Armee bereits in der Nacht vom 3. November in einer konzertierten Aktion von Truppen unter dem Kommando der TPLF überfallen wurden, ignoriert dieses Narrativ. Sich im Wirrwarr von Propaganda und Interessen geleiteter Berichterstattung ein Bild zu verschaffen, war für das Redaktionsteam nicht leicht. Mit dem vorliegenden Bulletin wollen wir einen Beitrag zur Klärung verschiedener Fragen leisten.

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Nr. 185 – Politische Ikonen und Wegbereiter der Unabhängigkeit

Cover Afrika Bulletin Nr.  185

Sie spielten eine essentielle Rolle für die Unabhängigkeit afrikanischer Staaten und ziehen über ihr Leben und ihr Land hinaus Menschen in ihren Bann, weil sie für etwas Bestimmtes stehen, das weiterhin Bedeutung hat – das Ringen um die Wiedererlangung der Würde Afrikas, die Zurückweisung von kolonialer Unterjochung, wirtschaftlicher Benachteiligung, struktureller Ungleichheit und Rassismus. Wir gehen der Frage nach, weshalb Figuren wie Amílcar Cabral, Julius Nyerere und Thomas Sankara auch heute noch auf Resonanz stossen und was ihre Besonderheit ausmacht.
Aus Platzgründen waren wir gezwungen, eine Auswahl zu treffen, die etwas willkürlich und wohl auch zeitgebunden ist.

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