Nr. 183 – Fragen zur schweizerischen Entwicklungspolitik

Das vorliegende Afrika-Bulletin befasst sich für ein- mal nicht mit Afrika, sondern mit der schweizerischen Entwicklungspolitik. Ausgangspunkte waren die neuen strategischen Instrumente des Bundesrates zur internationalen Zusammenarbeit sowie eine im Nachgang zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) entstandene Debatte über die Rolle der Nichtregierungsorganisationen

Editorial
Barbara Müller

Nichtregierungsorganisationen im Dilemma
Bundesrat verlangt innenpolitische Abstinenz
Nachdem hiesige Nichtregierungsorganisationen (NGOs) einen grossen Erfolg mit der Konzernverantwortungsinitiative verzeichneten, bindet der Bund die politische Arbeit der Organisationen zurück. Hans-Ulrich Stauffer beleuchtet eine widersprüchliche Haltung.

Nach der Konzernverantwortungsinititiave
Bürgerliche bremsen die Bildungsarbeit der NGOs

Entwicklungsorganisationen sollen sich auf die Projektarbeit konzentrieren und öffentliche Gelder nur noch im Ausland ausgeben, finden bürgerliche Politiker:innen. Falsch, sagt Kristina Lanz von Alliance Sud, und weist auf die zentrale Rolle der Bewusstseinsbildung im Inland hin.

Zur schweizerischen Aussenpolitik
Die neue Afrikastrategie

Im Januar 2021 hat der Bundesrat zum ersten Mal eine Afrikastrategie, genauer eine Strategie für Subsahara-Afrika, verabschiedet. Sie ist gültig für den Zeitraum 2021 bis 2024. Der nachfolgende Artikel von Herbert Schmid vermittelt einen Überblick über die Strategie und gibt eine Einschätzung aus zivilgesellschaftlicher Sicht.

Die Strategie des Bundes zur internationalen Zusammenarbeit
Eine Frage der Perspektive
Mit seinem Kommentar zur Strategie des Bundes nimmt Elísio Macamo aus kritischer Sicht einen Perspektivenwechsel vor, der es erlaubt, einige grundsätzliche Fragen zur internationalen Zusammenarbeit (IZA) und zur Entwicklungspolitik zu stellen.

Afrika in Kürze
Ein Überblick zu aktuellen Themen
Mit Beiträgen von Susy Greuter, Barbara Müller und Hans-Ulrich Stauffer

Mathieu Musey – eine unverarbeitete Tragödie
Bittere Erfahrungen eines afrikanischen Intellektuellen mit der Schweiz
Der Fall des kongolesischen Philosophen Mathieu Musey hat in den 1980er-Jahren dem Ansehen der Schweiz massiv geschadet. Seine brutale Ausschaffung mitsamt der Familie nach Kongo-Kinshasa unter Bundesrätin Elisabeth Kopp ist bis heute nicht geklärt. Jetzt ist Mathieu Musey im Alter von 80 Jahren verstorben. Ein Rückblick von Ruedi Suter.

Literatur und Musik
Buch- und CD-Besprechungen
Mit Beiträgen von Pius Frey, Elena Allendörfer, Elisa Fuchs und Susy Greuter

Action days for racial justice
«Wir sind nicht allein in unserem Kampf . . . »