Das Afrikakomitee als Blog

Im Dezember 2024 hat das Afrika-Komitee das Erscheinen des Afrika-Bulletins eingestellt. Seither stellen wir fest, dass die Schweizer Medien noch weniger wie bisher Afrika betreffende Themen zum Inhalt haben. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir – gestützt auf unser in vielen Jahren zusammengetragenes Wissen und unsere Kontakte – Ereignisse und Entwicklungen kommentieren, einordnen und damit zum Verständnis für die Sichtweisen und Perspektiven aus afrikanischer Sicht beitragen. Dies geschieht in Form eines Blogs, der in regelmässigen Abständen auf unserer Webseite aufgeschaltet wird. Interessierte werden per e-mail auf die Veröffentlichungen hingewiesen.

Amilcar Cabral: Was bleibt

Amílcar Cabral: Was bleibt

Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs

«Der Mangel an Theorie, um nicht zu sagen das vollständige Fehlen revolutionärer Theorie bei den nationalen Befreiungsbewegungen – was sich schon in der Unkenntnis der historischen Realität erweist, die diese Bewegungen doch verändern wollen – stellt eine der grössten, wenn nicht die grösste Schwäche unseres Kampfes gegen den Imperialismus dar.»

Amílcar Cabral

1973 wurde Amílcar Cabral, der Führer der PAIGC, der Befreiungsbewegung von Guinea-Bissau und den Kapverden ermordet. Gibt es Gründe, sich ein halbes Jahrhundert später mit seinem Leben und Werk zu befassen? In der vom Afrika-Komitee Basel herausgegeben Publikation geht Hans-Ulrich Stauffer auf das theoretische Werk von Amílcar Cabral ein. Sieben ausgewählten Texte belegen das Wirken von Cabral. Diese Werke sind ein eindrückliches Vermächtnis und zeugen von der überragenden Bedeutung Cabrals in der Geschichte des antikolonialen Befreiungskampfes. Aktivist:innen, die heute unterdrückerische Systeme bekämpfen, beziehen sich immer wieder auf die Schriften von Cabral, in denen er auch vor der Degeneration der Befreiungsorganisationen warnte.

«Amílcar Cabral hinterlässt ausser dem Traum von einer gerechten und sozialen Gesellschaft ein sehr wichtiges theoretisches, kulturelles und politisches Vermächtnis, das über Kap Verde, Guinea-Bissau und Afrika hinausgeht und eine aussergewöhnliche Grösse und eine universelle Dimension hat.»

Pedro Pires, Weggefährte von Amílcar Cabral und späterer Staatspräsident von Kapverde, im Vorwort.

Hans-Ulrich Stauffer: Amílcar Cabral: Was bleibt – Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs. Basel 2023 (Afrika-Komitee Basel), 204 Seiten, 30 €/CHF. ISBN 978-3-033-09549-6

Bezug: Afrika-Komitee Basel, Postfach, CH-4001 Basel info@afrikakomitee.ch; www.afrikakomitee.ch