Nr. 191 – 50 Jahre Afrika-Komitee – 50 Jahre gelebte Solidarität

«50 Jahre Afrika-Komitee – 50 Jahre Solidarität» lautet das Motto unserer Geburtstagsfeier im September 2023.
Mit dem vorliegenden Bulletin blicken wir auf ein Engagement während eines halben Jahrhunderts zurück und haben einen bunten Strauss an Reminiszenzen aus unserer Arbeit zusammengestellt.

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Nr. 190 – Sicherheit – ein knappes Gut

Cover Afrika-Bulletin Nr. 190

Hauptsorge von Schweizer Haushalten ist oftmals nicht, ob sie sich eine Versicherung leisten können sondern vielmehr, ob nicht eventuell eine Überversicherung besteht. Aus dieser Warte heraus fällt es Vielen schwer sich in die Lebensrealität der grossen Mehrheit der Weltbevölkerung zu versetzen, deren Alltag und Leben von grosser Unsicherheit in allen Bereichen geprägt ist. In diesem Heft befassen wir uns mit den Bedingungen, unter denen Sicherheit erzeugt werden kann. Welche Rolle spielt der Staat als Produzent von Sicherheit? Wie kann ein Staat mit beschränkten Ressourcen die Bevölkerung in diesen Prozess einbeziehen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen politischer Legitimität und Sicherheit? Und müsste Sicherheit nicht viel umfassender und integriert gedacht werden?

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Amilcar Cabral: Was bleibt

Amílcar Cabral: Was bleibt

Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs

«Der Mangel an Theorie, um nicht zu sagen das vollständige Fehlen revolutionärer Theorie bei den nationalen Befreiungsbewegungen – was sich schon in der Unkenntnis der historischen Realität erweist, die diese Bewegungen doch verändern wollen – stellt eine der grössten, wenn nicht die grösste Schwäche unseres Kampfes gegen den Imperialismus dar.»

Amílcar Cabral

1973 wurde Amílcar Cabral, der Führer der PAIGC, der Befreiungsbewegung von Guinea-Bissau und den Kapverden ermordet. Gibt es Gründe, sich ein halbes Jahrhundert später mit seinem Leben und Werk zu befassen? In der vom Afrika-Komitee Basel herausgegeben Publikation geht Hans-Ulrich Stauffer auf das theoretische Werk von Amílcar Cabral ein. Sieben ausgewählten Texte belegen das Wirken von Cabral. Diese Werke sind ein eindrückliches Vermächtnis und zeugen von der überragenden Bedeutung Cabrals in der Geschichte des antikolonialen Befreiungskampfes. Aktivist:innen, die heute unterdrückerische Systeme bekämpfen, beziehen sich immer wieder auf die Schriften von Cabral, in denen er auch vor der Degeneration der Befreiungsorganisationen warnte.

«Amílcar Cabral hinterlässt ausser dem Traum von einer gerechten und sozialen Gesellschaft ein sehr wichtiges theoretisches, kulturelles und politisches Vermächtnis, das über Kap Verde, Guinea-Bissau und Afrika hinausgeht und eine aussergewöhnliche Grösse und eine universelle Dimension hat.»

Pedro Pires, Weggefährte von Amílcar Cabral und späterer Staatspräsident von Kapverde, im Vorwort.

Hans-Ulrich Stauffer: Amílcar Cabral: Was bleibt – Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs. Basel 2023 (Afrika-Komitee Basel), 204 Seiten, 30 €/CHF. ISBN 978-3-033-09549-6

Bezug: Afrika-Komitee Basel, Postfach, CH-4001 Basel info@afrikakomitee.ch; www.afrikakomitee.ch

Nr. 189 – Die Macht der Satire

2022 sind gleich zwei Romane bekannter Autor:innen Afrikas erschienen, die undemokratische Zustände und Machenschaften in den Fokus nehmen: Wole Soyinkas Roman Die glücklichsten Menschen der Welt und NoViolet Bulawayos Glory. Die Netzwerke der Diktatoren und ihrer Hofschranzen sind in einer satirischen Form dargestellt, deren böse Theatralik sie oberflächlich unkenntlich macht, jedoch die Details soweit ausführt, dass die Mechanik der Herrschaft erkennbar wird. Diese Bücher gaben uns den Anstoss, nicht einfach eine Literaturnummer zu planen, sondern dieses häufig auftretende Satire-Instrument zur Darstellung unerträglicher Verhältnisse ins Zentrum zu rücken.

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Nr. 188 – Globale Gesundheit

Cover Afrika Bulletin Nr. 188

Die Strukturen der internationalen Gesundheit – von der Forschung über die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen bis hin zur Gesundheitspolitik – sind immer noch wesentlich durch die koloniale Vergangenheit geprägt und werden ständig neu produziert. Im Bereich Gesundheit tut Dekolonialisierung also not. Ein erster Schritt dazu besteht im kognitiven Erfassen der bestehenden Ungleichheit und Benachteiligung anhand konkreter Beispiele. Die Beiträge zu diesem Heft entstanden im Frühjahr 2022 im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung am Departement Geschichte der Universität Basel.

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Nr. 187 – Das Recht auf Stadt

Vor beinahe 50 Nummern begann im Juni 2010 die Zusammenarbeit zwischen Zentrum für Afrikastudien und Afrikakomitee mit einem Heft zu «Afrikanische Städte: Entwicklung und Magie».
Seither fokussierten immer wieder einzelne Beiträge auf die Stadt, aber das vorliegende Heft ist das erste, das wieder ganz der Stadt gewidmet ist. Und es schliesst in eleganter Weise an das Heft Nr. 138 an, kommen doch bei der Frage, wie es um das Recht auf die Stadt steht, die gleichen Themen zur Sprache: Wer hat Anrecht, sich in der Stadt niederzulassen, an der städtischen Ökonomie und an der Politik teilzuhaben? Wer hat Anrecht auf die Stadt als kreativen Raum?

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Nr. 186 – Was geschieht in Äthiopien?

Cover Afrika Bulletin Nr. 186

Die Hintergründe von kriegerischen Auseinandersetzungen sind immer komplex und werden von den Kontrahenten unterschiedlich erzählt. Das liegt in der Natur der Sache. Dabei ist es nicht unerheblich, wie ein Krieg begann, wer ihn begann und wann er begann. Gemäss dem Narrativ der TPLF (Tigray People’s Liberation Front), das den westlichen Medien ursprünglich als Vorlage diente, begann der Krieg in Äthiopien am 4. November 2020 mit dem Eingreifen der Zentralregierung in Tigray. Dass die dort stationierten Einheiten der äthiopischen Armee bereits in der Nacht vom 3. November in einer konzertierten Aktion von Truppen unter dem Kommando der TPLF überfallen wurden, ignoriert dieses Narrativ. Sich im Wirrwarr von Propaganda und Interessen geleiteter Berichterstattung ein Bild zu verschaffen, war für das Redaktionsteam nicht leicht. Mit dem vorliegenden Bulletin wollen wir einen Beitrag zur Klärung verschiedener Fragen leisten.

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Nr. 185 – Politische Ikonen und Wegbereiter der Unabhängigkeit

Cover Afrika Bulletin Nr.  185

Sie spielten eine essentielle Rolle für die Unabhängigkeit afrikanischer Staaten und ziehen über ihr Leben und ihr Land hinaus Menschen in ihren Bann, weil sie für etwas Bestimmtes stehen, das weiterhin Bedeutung hat – das Ringen um die Wiedererlangung der Würde Afrikas, die Zurückweisung von kolonialer Unterjochung, wirtschaftlicher Benachteiligung, struktureller Ungleichheit und Rassismus. Wir gehen der Frage nach, weshalb Figuren wie Amílcar Cabral, Julius Nyerere und Thomas Sankara auch heute noch auf Resonanz stossen und was ihre Besonderheit ausmacht.
Aus Platzgründen waren wir gezwungen, eine Auswahl zu treffen, die etwas willkürlich und wohl auch zeitgebunden ist.

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Nr. 184 – Die politische Ökonomie des Sports

Cover Afrika-Bulletin Nr. 184Fussball gehört vielleicht zu den grossen Kulturleistungen der Menschheit, vermag er doch Testosteronschübe und unnötige Territorialkämpfe, die daraus immer wieder zu entstehen scheinen, zu kanalisieren. Dass diese heilsame Erfindung inzwischen auch wirtschaftlich usurpiert wird, mag einigen den Sport vergällen, doch die kommerzielle Verwertung scheint seiner herausragenden Position im gesellschaftlichen Diskurs kaum zu schaden. Fussballnachrichten kommen vielerorts nahe an den Rang der Börsenkurse in den täglichen Meldungen heran. Mit dem Ruhm, den international gefragte Spieler erlangen, droht der Spielcharakter allerdings für die jungen Sportler:innen rasch zweitrangig zu werden: Eine Karriere als Fussballer scheint gerade unter jungen Männern aus Afrika, sei es auf dem Kontinent oder in der Diaspora, vielversprechender als jedes Bildungsprojekt. Das Thema Sport lädt folglich ein, den Blick auf die Sportindustrie zu lenken, und nicht nur das – der Sportbetrieb bietet sich auch als Sinnbild an, um Nord-Süd-Beziehungen zu diskutieren.

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Nr. 183 – Fragen zur schweizerischen Entwicklungspolitik

Das vorliegende Afrika-Bulletin befasst sich für ein- mal nicht mit Afrika, sondern mit der schweizerischen Entwicklungspolitik. Ausgangspunkte waren die neuen strategischen Instrumente des Bundesrates zur internationalen Zusammenarbeit sowie eine im Nachgang zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) entstandene Debatte über die Rolle der Nichtregierungsorganisationen „Nr. 183 – Fragen zur schweizerischen Entwicklungspolitik“ weiterlesen